Auszeiten - von der kurzen Pause bis zum Sabbatjahr
mit vielen Tipps und Ideen rund ums Thema Auszeiten und Pausen
Keine Lust, den ganzen Artikel zu lesen?
TL;DR Das Wichtigste in Kürze
✓ Auszeiten gibt es in fünf Längen: die kurze Pause im Arbeitsalltag, ein paar Stunden Me-Time, ein Wellness-Wochenende, einige Wochen Urlaub und das Sabbatjahr.
✓ Je mehr Stress sich angesammelt hat, desto länger brauchst Du zum Auftanken. Deshalb wirken regelmäßige kleine Pausen mehr als eine große Erholung im Jahr.
✓ Für den Arbeitstag genügen Minuten: bewusst atmen am offenen Fenster, den Blick zwischen Nähe und Ferne wandern lassen, achtsam Tee trinken. Schalte dafür Handy und Telefon aus.
Eine Auszeit ist jede bewusste Pause, in der Du Deine Aufgaben zur Seite legst und wieder Kraft tankst. Sie darf eine Minute dauern oder ein ganzes Jahr. In diesem Artikel findest Du fünf Längen von Auszeiten, von der Atempause am Schreibtisch bis zum Sabbatjahr, ihre Wirkung auf Körper und Geist, und für jede Länge Ideen, die Du gleich ausprobieren kannst.
Es gibt diese Wochen, in denen der Job ruft, die Familie ruft und der Haushalt einfach daliegt. Wenn die Zeit dann knapp wird, streichst Du als Erstes das, was nur Dir gehört. Deine Pause.
Dein Körper merkt sich das. Du wirst schneller gereizt, liegst nachts wach, kannst nicht mehr abschalten. Fünf dieser Alarmzeichen für Überlastung schaue ich mir weiter unten genauer an. Was bei Stress in Deinem Körper passiert, kannst Du hier nachlesen: Stress
In unserer hektischen Welt werden Auszeiten immer wichtiger, um Kraft zu tanken und neue Perspektiven zu gewinnen. Dieser Artikel zeigt Dir, wie Du von kurzen Pausen bis hin zum Sabbatjahr die richtige Auszeit für Dich findest.
Du erfährst, welche positiven Effekte Auszeiten auf Deinen Körper und Geist haben können und wie Du sie praktisch in Deinen Alltag integrierst. Entdecke, wie selbst kleine Momente der Ruhe Deine Lebensqualität und Leistungsfähigkeit steigern können. Lass uns gemeinsam erkunden, wie Du den Pausenknopf in Deinem Leben findest und effektiv nutzt:
Es gibt verschiedene Arten von Auszeiten: von der kleine Pause im Arbeitsalltag, ein paar Stunden nur für Dich (me-time), dem Wellness-Wochenende, ein paar Wochen Urlaub, bis hin zum Sabbatjahr.
Grundsätzlich gilt, je mehr Stress sich angesammelt hat, desto länger braucht es auch, sich wieder zu erholen und aufzutanken. Gerade deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig Pausen zu gönnen, damit es gar nicht soweit kommt.
Wir leben in einer Welt, in der wir ununterbrochen von Reizen überflutet werden. Unser Gehirn ist aber nicht auf diesen Dauerzustand ausgerichtet. Unsere Nervenzellen wissen nicht, wie man von selbst wieder langsamer wird. In einem Alltag aus Arbeit, Familie, Freizeit, Smartphones, Social Media etc. ist es schwierig, abzuschalten und den Kopf frei zu kriegen. Egal, wie lange Du Dir eine Auszeit gönnst, wichtig ist:
Schalte alle möglichen Störquellen aus
Handy auf Flugmodus
Telefon ausschalten
vielleicht sogar ein „bitte nicht stören“-Schild an die Tür, wenn Du im Büro eine Pause machst
Egal, ob Du regelmäßige kleine Pausen in Deinen Arbeitsalltag einbaust, oder Dir ein Sabbatjahr nimmst, die Auszeiten haben viele positive Effekte und tun gut.
Positive Effekte einer Auszeit
Energie tanken: Körper und Geist können sich entspannen und die Batterien werden wieder aufgeladen
Kreativität steigt: Durch den Abstand können neue Ideen, Gedanken und Möglichkeiten entstehen
mehr Lebensfreude: Studien belegen, dass bei der Arbeit und beim Erledigen der Pflichten viel weniger gelächelt wird. Im Umkehrschluss heißt dies, wir lächeln mehr, wenn wir etwas für uns tun. Und Lächeln ist gesund!
Gefühl der Freiheit steigt: nicht mehr fremdbestimmt zu sein, sondern wieder selbst das eigene Leben in der Hand zu haben
bessere Konzentration: nach einer Pause kann man sich wieder besser konzentrieren
Eine Auszeit ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist Fürsorge für Dich selbst. Dein Körper und Dein Gehirn sind nicht für den Dauerbetrieb gebaut, sie brauchen regelmäßig Phasen, in denen nichts von ihnen verlangt wird.
Ich weiß, wie schwer sich dieser Gedanke im Alltag anfühlt. Zeit für Dich zu reservieren, während die Liste im Kopf weiterläuft, kostet Mut. Und Du darfst es trotzdem tun. Nicht als Belohnung für erledigte Arbeit, sondern einfach, weil Du es wert bist.
Es gibt verschieden Formen einer Auszeit. In diesem Blogartikel möchte ich Dir einige Ideen für die Pausen - egal, ob groß oder klein - vorstellen. Lass uns mit den kleinen Pausen beginnen:
Ideen für kleine Auszeiten
Atempause: Atme bewusst tief durch die Nase ein und wieder aus. Noch effektiver wirkt diese Atempause, wenn Du Dich an ein geöffnetes Fenster stellst.
Yoga am Schreibtisch: Auch am Schreibtisch kannst Du mit ein paar Yogaübungen entspannen. Hier kannst Du Dir das passende Video dazu anschauen: Yoga im Homeoffice
1-Minute Auszeit in der Natur mit diesem Video
Augen entspannen: Stell Dich ans Fenster und fixiere etwas in Deiner Nähe und dann etwas in der Ferne. Wiederhole dies ein paar mal und lass zum Schluss Deinen Blick in die Ferne schweifen.
Achtsam Tee trinken: Lenke Deine ganze Aufmerksamkeit auf Deine Tasse Tee oder Kaffee. Spüre die Wärme in Deinen Händen, schnuppere daran, beobachte den Dampf, der aus der Tasse aufsteigt.
Powernap: Wie schon Abraham Lincoln sagte:
Ideen für die etwas längere Auszeit
Magst Du Dir ein paar Stunden oder vielleicht einen Tag eine Pause gönnen? Wie wäre es mit:
Entspannungsübungen: Es gibt verschiedene Arten von Entspannungsübungen. Meine liebste Entspannungstechnik ist Yoga Nidra - einfach wundervoll magisch und regenerierend.
aktive Pause: Bewegung (spazieren gehen, joggen, Rad fahren…), Sport oder Yoga machen den Kopf frei und helfen beim Abschalten. Wie wäre es mit einer Sporteinheit? Fit&Relax Video
einem Hobby nachgehen, wie z.B. malen, stricken, handwerken, gärtnern, kochen, lesen, tanzen…
Vorschlag für eine lange Auszeit
Für die längere Auszeit bietet sich natürlich ein sogenanntes Sabbatical oder Sabbatjahr an.
Was ist ein Sabbatical?
Ein Sabbatical ist eine längere, vorher vereinbarte Auszeit vom Beruf. Sie dauert meist zwischen drei Monaten und einem Jahr. Das Wort kommt vom hebräischen „Schabbat", dem Ruhetag. Als Arbeitszeitmodell verbreitete sich der Begriff zuerst an amerikanischen Universitäten, heute bieten ihn auch viele Arbeitgeber im deutschsprachigen Raum an.
Manchmal hörst Du dafür auch „gap year". Damit ist meistens etwas anderes gemeint, nämlich das Jahr zwischen Abitur und Studienbeginn.
Wie funktioniert ein Sabbatjahr?
Ein Sabbatjahr sparst Du in der Regel vorher an. Drei Wege sind verbreitet:
Du arbeitest eine Zeit lang voll und bekommst nur einen Teil Deines Gehalts. Das Guthaben trägt Dich durch die Auszeit.
Du sammelst über Monate oder Jahre Überstunden und Urlaubstage auf einem Arbeitszeitkonto.
Du nimmst unbezahlten Sonderurlaub.
Welcher Weg für Dich möglich ist, hängt von Deinem Arbeitgeber und Deinem Vertrag ab.
Viele Menschen erzählen mir, dass sie aus so einer langen Auszeit nicht nur erholt zurückkommen, sondern mit einer neuen Vorstellung davon, wie sie arbeiten möchten.
Ideen für ein Sabbatjahr:
Reisen: Der absolute Klassiker! Das Reisen schafft Abstand von allen Pflichten daheim und öffnet das Herz für neue Erfahrungen.
Ehrenamt: Unterstützung eines sozialen Projekts, egal ob im Wohnort oder auch im Ausland.
Weiterbildung: Vielleicht eine neue Sprache lernen? Oder sich in einem Thema weiterbilden? Im Sabbatical ist dafür Zeit.
Neues erfahren: sich Zeit nehmen für Dinge, die man schon lange machen wollte, aber nie die Zeit dazu gefunden hat. Wie wäre es mit dem Erlernen eines Musikinstruments, sich politisch engagieren, eine längere Zeit irgendwo anders wohnen….
Egal, wie lange Deine Auszeit ist, manchmal tut es auch mal gut, einfach NICHTS ZU TUN, Tagzuträumen und die Gedanken schweifen zu lassen.
Mein Fazit:
„Zurück zu Pausen - ob kurz oder lang - Du bist es Dir wert!“
Eine Auszeit braucht keinen besonderen Anlass und keine bestimmte Länge. Eine Minute am offenen Fenster wirkt, ein Wochenende wirkt, ein Sabbatjahr wirkt. Was zählt, ist die Regelmäßigkeit. Je früher Du Dir Pausen gönnst, desto weniger Erholung brauchst Du später, um wieder bei Dir anzukommen.
Fang klein an. Such Dir aus diesem Artikel die eine Idee aus, die Dich am meisten anlächelt, und probier sie in dieser Woche einmal aus.
Wie verbringst Du Deine Pausen am liebsten? Nimmst Du sie Dir bewusst vor, oder machst Du sie nach Gefühl? Schreib es mir gerne, ich freue mich, von Dir zu hören.
Wenn Du Lust auf einen Moment der Ruhe pro Woche hast: In meiner Relax-a-bit-Post schicke ich Dir regelmäßig Achtsamkeitsimpulse und kleine Entspannungsübungen: Link zur Anmeldung
Ich wünsche Dir angenehme, entspannte und erholsame Auszeiten.
Dein Ulrike
P.S. Speichere Dir gerne diesen Blogartikel ab, dann hast Du immer ein paar Ideen zur Hand, wenn Du eine Pause brauchst - ob eine kleine Yogaeinheit, eine Blitzentspannung, Achtsamkeitsübung, Fitness-Einheit, Business Retreat für zu Hause….