Entspannte Adventszeit: 8 Tipps, wie Du im Dezember bei Dir bleibst


Wenig Zeit? Hier kommt der Advent in 30 Sekunden.

TL;DR Das Wichtigste in Kürze

✓ Weniger auf dem Zettel: Geschenkideen übers Jahr sammeln, unter der Woche einkaufen und Zeit statt Dinge schenken, dann bleibt im Dezember Luft.

✓ Mehr für Dich: Jeden Tag ein paar Minuten nur für Dich (Kaffee, Atemübung, Yin Yoga), ein Abend pro Woche ohne Programm und die Erlaubnis, eine Tradition zu streichen.

✓ Dein Körper feiert mit: Wer im Advent regelmäßig innehält, kommt ruhiger und mit mehr Energie an Heiligabend an, statt erschöpft unter dem Baum zu sitzen.


Ich muss Dir etwas gestehen: Ich war an Weihnachten noch nie so richtig gestresst. Nicht, weil bei uns weniger los wäre als bei anderen. Sondern weil ich mir vor Jahren angewöhnt habe, den Advent anders zu planen als den Rest des Jahres. Weniger auf dem Zettel, und ich selbst stehe darauf.

Vielleicht kennst Du das andere Gefühl: Der Dezember ist eigentlich die schönste Zeit im Jahr, und trotzdem rennst Du von Weihnachtsfeier zu Geschenkeeinkauf zu Plätzchenblech. Am Ende sitzt Du unter dem Baum und bist vor allem eins: erschöpft.

Deshalb teile ich hier meine Tipps für eine entspannte Adventszeit, in zwei Teilen. Der erste Teil sorgt dafür, dass weniger auf Deinem Zettel steht. Der zweite Teil sorgt dafür, dass Du selbst wieder darauf stehst.

 
Entspannte Adventszeit: 8 Tipps für weniger Stress im Dezember

Genieße die Adventszeit

 

Teil 1: Weniger auf dem Zettel

Tipp 1: Geschenkideen übers Jahr sammeln

Schreib Dir schon während des Jahres Geschenkideen auf, sobald Dir etwas einfällt. Ich führe dafür eine kleine Liste, in der ich auch nachschauen kann, wem ich im Vorjahr was geschenkt habe. Wenn mir unterwegs ein schönes Geschenk über den Weg läuft, kaufe ich es gleich und vermerke es auf der Liste. Und ich bewahre alle Geschenke am selben Platz auf, mit einem Zettel, für wen sie gedacht sind. Ich weiß, wovon ich spreche: Ich habe schon Geschenke im Januar wiedergefunden, die eigentlich unter den Baum gehört hätten.

Wenn Du Dinge nur online bekommst, sammle sie in einer Wunschliste und bestelle alles auf einmal. Das spart Versandwege und den täglichen Blick in den Briefkasten.

 
 
Entspannte Adventszeit: 8 Tipps für weniger Stress im Dezember
 
 

Tipp 2: Unter der Woche einkaufen

Geh die Geschenke, wenn es irgendwie möglich ist, nicht an einem Adventssamstag einkaufen, sondern unter der Woche. Volle Geschäfte, lange Schlangen und Parkplatzsuche sind das Gegenteil von Adventsstimmung. Wenn es sich nicht vermeiden lässt und Du doch am Samstag losziehst, dann plane Dir für den Sonntag bewusst etwas Ruhiges ein: einen Spaziergang, eine Tasse Tee bei Kerzenlicht, einen Nachmittag ohne Termin.

Diese Dinge kannst Du schon rechtzeitig einkaufen und hast sie dann gleich zur Hand, wenn Du sie brauchst:

  • Geschenkpapier

  • Geschenkband

  • evtl. Packpapier für Päckchen

  • Tesafilm / Paketband

  • Briefmarken

  • Weihnachtsservietten

  • evtl. Deko für Weihnachten

  • Lichterketten

  • Batterien für Lichterketten

Zusatztipp: Decke Dich bereits im Januar schon mit Servietten, Geschenkpapier, Deko für Weihnachten ein, da ist alles reduziert und Du bist schon perfekt ausgestattet für die kommende Weihnachtszeit!

Tipp 3: Geschenke einpacken

Packe alle Geschenke auf einmal ein. Leg Dir einen schönen Weihnachtsfilm ein oder hör Weihnachtslieder und packe dabei alle Geschenke ein. Eine schöne Idee für den Packmarathon ist auch: triff Dich mit einer Freundin und Ihr packt parallel Geschenke ein. Nebenbei kann man sich wunderbar unterhalten und das Geschenkeeinpacken geht (fast) wie von alleine. Man muss nur aufpassen, dass man das Geschenk für die Freundin nicht dabei hat und auch einpacken möchte... 

Tipp 4: Zeit statt Dinge schenken

Nicht immer ist das materielle Geschenk das wertvollste. Was ist schöner, als gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen? Verschenke einen Gutschein für ein selbst gekochtes Abendessen, einen gemeinsamen Tag mit einer Aktivität, die Ihr beide mögt, oder einen Spaziergang mit Picknick. Mit so einem Gutschein verschenkst Du gleich dreimal Freude: die Vorfreude, die Freude am gemeinsamen Erleben und die Erinnerung daran.

Wenn Du jemandem eine richtige Auszeit schenken möchtest, darf es auch ein Relax-a-bit Wochenende sein. Und für alle, die im Advent schon einen Wunsch nach mehr Ruhe spüren, gibt es das Relax Journal mit Entspannungsübungen, ein kleines Geschenk, das ein halbes Jahr lang begleitet.

Tipp 5: Weihnachtspost darf klein sein

Niemand erwartet selbst gebastelte Karten. Wenn Dir die Zeit für lange, handgeschriebene Briefe fehlt, dann schreib nur einen kleinen Gruß oder ruf die Person zwischen den Jahren an. Ein Anruf bleibt oft länger in Erinnerung als jede Karte.

Du kannst auch eine Weihnachtskarte mit einem individuellen Foto gestalten und direkt auf die Karte noch einen Text drucken. Sämtliche Online-Fotoshops bieten ganz tolle, individuelle Karten an.

Bei uns in der Familie hat sich ein eigenes Ritual entwickelt: Jeder schreibt ein paar Zeilen darüber, was im vergangenen Jahr passiert ist, und daraus wird mit ein paar Fotos unser Weihnachtsbrief. Gerade Freunde und Verwandte, die wir selten sehen, freuen sich darüber. Und es macht großen Spaß, die Briefe der letzten Jahre wieder zu lesen.



 
Entspannte Adventszeit: 8 Tipps für weniger Stress im Dezember
 
 

Teil 2: Mehr für Dich

Tipp 6: Dein Adventsritual, ein paar Minuten am Tag

Das ist der Tipp, der bei mir den Unterschied macht. Mein Adventsritual ist eigentlich kein festes Ritual, sondern ein Vorsatz: Ich nehme mir jeden Tag im Advent ein paar Minuten nur für mich. Was genau, entscheide ich am Tag selbst. Mal ist es die Tasse Kaffee, die ich wirklich bewusst trinke, statt sie nebenbei leer zu machen. Mal das Öffnen des Adventskalendertürchens, ganz in Ruhe. Mal eine Atemübung oder eine kurze Meditation. Und sehr gerne auch eine Yin-Yoga-Einheit, wenn der Abend es hergibt.

Wenn Du noch keine eigene Übung hast, fang mit dem Atem an: Setz Dich hin, zünde eine Kerze an und atme ein paar Mal bewusst ein und aus. Beim Einatmen zählst Du langsam bis vier, beim Ausatmen bis sechs. Der längere Ausatem sagt Deinem Nervensystem: Du darfst runterfahren.

Mehr braucht es nicht. Kein Meditationskissen, keine App, keine halbe Stunde. Es geht nicht darum, was Du tust, sondern dass es Deins ist.


Tipp 7: Ein Abend pro Woche ohne Programm

Trag Dir im Dezember einen Abend pro Woche ein, an dem nichts stattfindet. Keine Feier, kein Besuch, kein Backen. Ein Abend, an dem Du früh ins Bad gehst, vielleicht mit einem Bad mit ätherischen Ölen, und danach in Ruhe ins Bett. Wie eine sanfte Abendroutine aussehen kann, habe ich Dir in diesem Artikel beschrieben.

Wenn die Gedanken im Advent nachts kreisen, weil die Liste im Kopf nicht aufhört, hilft Dir vielleicht mein Yoga Nidra zum Einschlafen. Du legst Dich hin, hörst meiner Stimme zu und gleitest in den Schlaf. Weiteres findest Du in meinem Yoga-Nidra-Audio.


Tipp 8: Eine Tradition streichen dürfen

Wirf einen ehrlichen Blick auf die Traditionen, die Du jedes Jahr wiederholst. Manche erfüllen Dich, manche erschöpfen Dich nur noch, weil es „schon immer so war". Zehn Plätzchensorten? Der Adventskalender, den Du jedes Jahr für alle selbst befüllst? Das Festessen mit vier Gängen?

Bei uns gibt es keine zehn Plätzchensorten mehr. Ich koche und backe wirklich gern, aber aufwendige Plätzchen mit Verzierung und Füllung machen mir überhaupt keinen Spaß. Als unsere Kinder klein waren, hat mein Mann mit ihnen gebacken. Das fanden alle schön, und ich erst recht. Die Plätzchen waren super lecker, und die Erinnerung an den Nachmittag in der Küche ist geblieben.

Setz Dich mit Deiner Familie bei einer Tasse Tee zusammen und fragt Euch: Welche Rituale machen uns wirklich Freude? Und alles, was übrig bleibt, darf auf mehrere Schultern verteilt werden: Wer sucht den Baum aus, wer kocht, wer schmückt? So wird die Vorbereitung selbst zu einem besonderen Teil des Weihnachtszaubers.

Dein Körper feiert mit

Vielleicht fragst Du Dich, ob ein paar Minuten am Tag wirklich einen Unterschied machen. Ich weiß es aus meinem eigenen Advent und aus meinen Kursen: Ja. Es ist nicht die Länge einer Übung, die zählt, sondern die Regelmäßigkeit. Wer im Advent täglich innehält, kommt an Heiligabend ruhiger und mit mehr Energie an. Und das ist doch das schönste Geschenk, das Du Dir selbst machen kannst.

Hast Du noch einen Tipp, wie Du entspannt durch den Advent kommst? Dann schreib mir gerne, ich freue mich, von Dir zu hören.

Ich wünsche Dir eine entspannte Adventszeit.

Liebe entspannte Grüße

Ulrike


PS: Wenn Du im Advent jede Woche einen kleinen Impuls zum Innehalten bekommen möchtest, dann trag Dich in meine Relax-a-bit-Post ein.  Damit bekommst Du auch Zugang zu meinem Mitgliederbereich mit Meditationen und dem Test „Welche Entspannungsübung passt zu mir?".

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